Pflege
Wo will Vivantes mit dem ständigen Abbau in der Pflege
eigentlich hin?
Die Konzernführung von Vivantes baut weiterhin Pflegekräfte ab. Wo soll das hinführen?
Welcher Zweck wird verfolgt?
Ohne Zweifel können verbesserte Strukturen zu Einsparungen führen. Offensichtlich hat
die Geschäftsleitung
aber eher den leichten Weg gewählt. Geld sparen
durch weniger Personal. Das darunter am meisten der Pflegebereich zu leiden hat, ist im
Tagesgeschäft jederzeit erkennbar. Herr Bovelet und Frau Mecke betonten in den letzten 2 Jahren, dass im Pflegebereich kein weiterer Personalabbau mehr stattfinden kann. In
Wirklichkeit aber werden Berater wie Hr. Herrmann verpflichtet, die immer noch Mittel und Wege finden, das noch verbliebene Personal weiter zu reduzieren. Ein Beispiel ist das
Ersetzen von Pflegepersonal durch kostengünstige Arbeitskräfte, genannt „Servicekräfte“.
Einen Qualitätseffekt wird das wohl kaum haben. Da hätte das Geld, welches der Berater
kostet, doch gleich in der Pflege verbleiben können. Offensichtlich ist das reine Hinhaltetaktik. Man muss an den professionellen Absichten der Geschäftsführungstark zweifeln.
Die Pflegequalität ist das Aushängeschild für jedes Krankenhaus. Die Kolleginnen und
Kollegen in der Pflege sind es, die den Patienten Tag und Nacht begleiten, ihm helfen
sich von seiner Krankheit zu erholen. Daran erinnert man sich als Patient gerne oder
eben nicht so gerne nach einem Krankenhausaufenthalt. Pflegekräfte sind also überall
im Krankenhaus anzutreffen. Sie prägen auch das „Gesicht“ des Unternehmens.
Da stellt sich nun die Frage: ist die Geschäftsleitung willens und in der Lage das zu erkennen?
Um dann entsprechende Anstrengungen zu unternehmen?
Ehrgeizige Unternehmerische Ziele können sicher nicht erreicht werden,
wenn man die Berufsgruppe reduziert, welche wichtig für das Unternehmens ist. Wenn
man Teile Ihrer Tätigkeit als so unwichtig betrachtet, dass sie dann von Billiglöhnern
ausgeführt werden können.
Und Pflegekräfte sollen anstelle dessen ärztliche Tätigkeiten übernehmen und eine
kaum noch überschaubare „Dokumentationsflut“ bewältigen. Und das bei reduziertem
Personal!. So wird Geld gespart. Genial!
Dass damit die Frustration im Unternehmen wächst, merken letztendlich auch die Patienten.
Sie werden sich zweimal überlegen, ob sie ein weiteres mal eine der Vivantes-
Kliniken aufsuchen werden, wenn sie Hilfe benötigen.
Die Kompetenz der Geschäftsleitung, diese Unternehmen vernünftig zu führen, ist in
Frage zu stellen. Es wird auf den Eigentümer und die Krankenkassen verwiesen, welche
Vivantes nicht mit genug Geld versorgen. Gleichzeitig findet auf Direktionsebene wegen
angeblicher Mehrbelastung eine personelle Aufstockung statt, während die Kollegen,
welche das Geld erarbeiten ständig weniger werden.
Weniger Personal, weniger Geld für das Personal, Arbeitsverdichtung.
Das klingt nicht nach einem innovativen Konzept für Vivantes. Es sei denn, der klare
Blick für die eigentliche Unternehmung ist unerwünscht, weil irgendwie und irgendwer
muss das Geld für Chefärzte, Berater, und andere „wichtige“ Konzernangehörige verdienen.
Und muss dann dem Krankenhaus das freundliche Gesicht geben.
Trotz Geringschätzung und Ausbeutung Ihrer Arbeitskraft.
Und das sind die Pflegekräfte!
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