Krankentransport
Die unterschätzte Abteilung: Der Transport
Mannomann, der Transport ist:
- nicht zu erreichen
- kommt nicht
- ist mal wieder falsch unterwegs
- usw.
Das hat sich vielleicht jeder schon mal gedacht. Mittlerweile ist der Ärger einer gewissen
Gleichgültigkeit gewichen, auch wenn das Blut dringend weg muss, die Gewebeprobe
schnell abgeholt werden muss, der Patient schon „ewig“ auf dem Gang oder in der ca.
16 Grad Celcius „warmen“ Haupthalle steht, die Akten dringend benötigt werden, etc.
Jeder weiß: Die sind wohl zu wenige, genau wie wir!
Die Personalpolitik der Geschäftsführung hat auch hier ganze Arbeit geleistet. Das Personal
wurde auch hier auf das „Ökonomisch notwendige Maß“ zusammengestrichen.
Außerdem bedient man sich hier der Zivildienstleistenden, welche eigentlich zusätzliche Entlastung bringen sollten, die aber als Transportersatzleistende missbraucht werden.
Billige Arbeitskräfte eben. Das Credo der Geschäftsführung: Billig, Hauptsache billig. Und wenn einer dann „aufmuckt“, weil der Termindruck ins unerträgliche steigt, dann
muss die untere Führungsebene mit harter Hand durchgreifen. So läuft das eben und
Schluss.
Nebenbei bemerkt sind etliche Betten und Tragen „schrottreif“, was auch keinen wundert,
da eine ausreichende Instandhaltung eben auch zu teuer ist. Lieber werden dann
irgendwann eventuell neue Modelle geordert, welche dann aufgrund ungenügender Wartung
ebenfalls nicht lange neu sind. Das wiederum führt zur schnelleren „Abnutzung“ der
Kollegen vom Transport. Dann laufen die eben langsamer zum Ende Ihrer Schicht. Aber
warum soll es denen besser gehen als allen anderen?
Und überhaupt: Personal ist schließlich ein nachwachsender Rohstoff.
Die Folgen:
Patienten und Diagnosepräparate kommen zu spät zu ihrem Bestimmungsort. Diagnosegeräte
stehen leer rum weil kein Patient da ist, die Blutwerte fehlen. Behandlungen
erfolgen verzögert. So wird Zeit „verbrannt“, welche dann auf den Stationen und in den
diagnostischen Abteilungen mit ebenfalls am Minimum agierenden Personal aufgeholt
werden muss. Wenn das überhaupt möglich ist. Aber auch hier gibt es ja die untere Führungsebene,
von der „Druck machen“ erwartet wird.
Die Lösung:
Jeder Erbsenzähler erkennt, dass ein durchaus relevanter finanzieller Verlust entsteht,über alle Abteilungen gesehen.Da die Kollegen vom Transport wohl eher nicht zu den „Großverdienern“ im Konzern gehören, wäre ein wenig personalpolitische Weitsicht angebracht.
Wer hätte das gedacht: Mehr Personal in den Transport!
Die Erfahrungen der letzten Jahre lassen jedoch befürchten, dass eher Geld in einen
Berater „gepumpt“ wird. Schöne Prognosen, fast immer einhergehend mit Personalabbau
= Arbeitsverdichtung = Lohnkürzung scheinen unserer GF immer noch ein besseres
Mittel zu sein, als einige Kollegen mehr, an einer zentralen Stelle im Betrieb.
Eine von Ihnen unterschätzte Abteilung meine Damen und Herren von der Geschäftsführung:
der Transport




